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Hier ist ein gekürzter Ausschnitt der ersten
Szene des Drehbuchs, welcher aber natürlich noch nicht als
endgültig zu bezeichnen ist:
Prolog: Auf dem Feld
Nebel umschwirrt ein Feld im Morgengrauen. Eine Frau liegt auf
dem Boden, über ihr steht dieselbe Person zitternd noch einmal.
Eine Person in einem schwarzen Mantel, mit einem bleichen Gesicht
und einer Harke in der Hand kommt langsam auf sie zu. Er spricht
mit hallender Stimme, bewegt dabei den Mund aber nicht.
TOD: Entschuldige die Verspätung, ich hab' verschla
hatte
zu arbeiten. Du weißt sicher, was ich meine. Hoffentlich wartest
du noch nicht zu lange. Also komm, bald hast du es hinter dir.
Während der Tod schon wieder gehen will, greift die Frau
an seinen Arm und zwingt ihn zum Stoppen.
FRAU: Ähm, warte!
Der Tod zeigt auf die Harke.
TOD: Ach, wundere dich nicht über das hier
Ich habe
die Sense in der kurzen Zeit nicht gefunden, zufrieden?
FRAU: Was ist mit mir? Wieso sehe ich mich da unten auf dem Boden
liegen
mit aufgeschnittener Halsschlagader?
Der Tod seufzt genervt und reibt sich dann mit beiden Händen
in den Augen.
TOD: Ihr Leute habt auch kein Verständnis, wenn man mal seine
Arbeit schneller durchziehen möchte. Also gut: Du bist tot.
Endgültig.
Der Tod holt einen Block aus dem Nichts hervor.
TOD: Falls du mich fragen willst und glaub mir, das wirst du gleich
tun wollen: Dein Lebenslicht ist erloschen, weil dein Mann entdeckt
hat, dass du eine Affäre mit seinem Stiefsohn hattest und so
hat er dich und seinen Sohn zusammen mit Hilfe einer Motorsäge
in 34 Teile zersägt und in den See geschmissen.
Die Frau guckt ihn verwundert an. Der Tod schaut noch einmal
genauer auf den Block.
TOD: Ach, nein. Entschuldige bitte. Ich hab nur auf den Nachnamen
geachtet. Das solltest du eigentlich gar nicht erfahren. Das betraf
deine Schwester...
FRAU: Was? Jennifer, meine Schwester
Der Tod steckt den Block wieder ein.
TOD: ÜBERRASCHUNG! Na ja, kann vorkommen.
Der Tod kratzt sich an der Nase und schaut dann wieder auf. In
der Nähe öffnet sich ein Portal. Die Seele blickt dorthin.
TOD: Also komm schon, meine Aufgabe ist es, dich eine Etappe weiterzubringen.
Tut auch vermutlich nicht weh.
Die Frau guckt auf das Portal und öffnet den Mund.
TOD: Um deine weiteren Fragen im Voraus zu beantworten: Ich kann
dir nicht sagen, was nach dem Leben auf dich zukommt, weil ich
es nicht weiß - denn ich bin ja schließlich immer
noch in dieser Sphäre, wie man sieht. Ich kann dir auch nicht
sagen, ob es einen Gott gibt, aus dem gleichen eben genannten
Grund. So, nachdem wir das nun abgeschlossen hätten, würde
ich sagen, dass du mir jetzt folgst.
Der Tod packt die Frau und zieht sie in Richtung Portal. Sie
ist total perplex und versucht erfolglos irgendetwas zu antworten.
TOD: Und bitte beeil dich! Die alte Frau Müller hat beschlossen,
ihrem Leben ein Ende zu bereiten. Der Abschiedsbrief ist fast
fertig und die Schrotflinte schon geladen, also komm mir bitte
entgegen. Du bist ja schließlich nicht der Einzige, der
heute stirbt.
Die Seele geht durch das Portal, dieses schließt sich und
der Tod geht langsam aus dem Bild.
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